Denkmal für die Ereignisse des 17. Juni 1953

Vorplatz des Bundesministerium für Finanzen

1993 hat das Abgeordnetenhaus von Berlin den Senat aufgefordert, die Initiative für ein Denkmal an einem der zentralen Schauplätze des Aufstandes vom 17. Juni 1953 zu ergreifen, um die Opfer von damals in angemessener Weise zu würdigen.

1996 veranstaltete das Berliner Forum ein Symposion zur Vorbereitung eines Wettbewerbs: Künstler, Historiker, Zeitzeugen, Kunsthistoriker und Opferverbände waren eingeladen, frühzeitig an der Diskussion um das entstehende Denkmal teilzunehmen. Da die Ereignisse des 17. Juni 1953 in den beiden deutschen Staaten sehr unterschiedlich rezipiert und instrumentalisiert worden waren, sollte die Entscheidung über Ort, Form und Zielsetzung des Denkmals von allen Seiten beleuchtet und sorgfältig vorbereitet werden.

Mehrheitlich sprachen sich die Teilnehmer des Symposions dafür aus, auf eine vielfältige Vermittlung der historischen Ereignisse zu setzen und das Denkmal mit modernen Mitteln der Kunst gestalten zu lassen, die nicht analysiert oder Antworten gibt, sondern Fragen aufwirft und immer neu zu Gesprächen anregt.

Den Kunst-Wettbewerb gewann Wolfgang Rüppel. Sein „Denkmal für die Ereignisse des siebzehnten Juni Neunzehnhundertdreiundfünfzig“ befindet sich seit Juni 2000 auf dem Vorplatz des Bundesministeriums der Finanzen. Dort hatten am 16. und 17. Juni 1953 viele tausend Ost-Berliner für Freiheit, Demokratie und soziale Verbesserungen demonstriert. Das in den Boden eingelassene Glasbild von Wolfgang Rüppel zeigt das mehrfach vergrößerte, vervielfältigte und grob gerasterte Foto von Streikenden auf dem Weg zum damaligen "Haus der Ministerien", die untergehakt einen Protestzug bilden.

Eine Information zum Denkmal berichtet über die Vorgeschichte und den Verlauf der Massenerhebung für politische Selbstbestimmung, die im Juni 1953 die gesamte DDR ergriffen hatte.

Für mehr Informationen:
www.17juni53.de
Kunstwissenschaftlicher Kommentar zum künstlerischen Zeichen von Wolfgang Rüppel (Prof. Dr. Stefanie Endlich) als PDF zum Downloaden

 

Leistungen

Leistungen

  •  „17. Juni 1953“ - Informationen zum Denkmal von Wolfgang Rüppel, 2007
  • Informationstafel zu den Ereignissen des 17. Juni 1953, Sondertafel der Geschichtsmeile Berliner Mauer: Konzeption, Recherche und Redaktion, 2003
  • „17. Juni 1953“ - Ausstellung im Bundesministerium der Finanzen, 2000
  • Kunst-Wettbewerb „Denkmal für die Ereignisse des 17. Juni 1953“: Sachverständige im Preisgericht, 1997/1998
  • „Symposion zum Denkmal für die Ereignisse des 17. Juni 1953“: Planung, Reader, Durchführung und Dokumentation, 1996
  • Studie zu den Ereignissen des 17. Juni 1953, 1995

 

 

Projektdaten

Projektdaten

Projektsteuerung:
Monica Geyler-von Bernus

Informationen zum Denkmal:
Text:
Priv. Doz. Dr. Siegfried Heimann
Bildrecherche:
Monica Geyler-von Bernus
Gestaltung:
Helga Lieser

Finanzierung:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin
Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
Kunst im Stadtraum

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart e. V
Wartburgstraße 42, 10823 Berlin, fon 030-2163571, info@bfgg.de