
Karl Liebknecht (geb. 13.08.1871, ermordet 15.01.1919), Reichstagsabgeordneter und Mitbegründer des „Spartakusbundes“, organisierte am 1. Mai 1916 auf dem Potsdamer Platz eine Demonstration für die Beendigung des Ersten Weltkriegs. Am Ort der Anti-Kriegsdemonstration wurde am 13. August 1951 der „Grundstein eines Denkmals für Karl Liebknecht“ gelegt. Das Postament stand nach dem Mauerbau im Grenzstreifen, befand sich nach dem Mauerfall auf privatem Baugrund und wurde 1995 abgeräumt und eingelagert.
2002 setzte sich der Bezirk Mitte von Berlin für die Wiederaufstellung des Sockels ein – als Dokument der Stadtgeschichte und des Umgangs mit den sozialistischen und antimilitaristischen Traditionen in Deutschland. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat das Berliner Forum die Informationstafel zur kommentierten Wiederaufstellung des Grundsteins eines Denkmals für Karl Liebknecht erarbeitet. Im November 2003 wurden der Denkmalsockel und die Informationstafel der Öffentlichkeit übergeben.